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Liebe? Hör mir auf mit dem Kitsch

Liebe? Hör mir auf mit dem Kitsch

70m 33s

Unentwegt ist von Liebe die Rede, auch ausserhalb des christlichen Glaubens. Womöglich viel zu viel? Andreas und Thorsten fragen, ob die Verkündigung der Liebe Gottes und der Aufruf zur Nächstenliebe nicht manchmal mehr schaden als nützen. Führt die Beschwörung der innigen Gottesliebe nicht allzu oft zu Weltflucht? Und zu Arroganz gegenüber anderen, die diese Liebe vermeintlich gar nicht kennen? Oder kann man auch so von Gott und Liebe reden, dass dieses Thema uns auch heute fasziniert und inspiriert? Eine Folge, in der sich zeigt, wie schwierig es ist, statt des steilen «L»-Wortes mal was anderes zum Thema zu sagen.

Gottesdämmerung

Gottesdämmerung

74m 35s

Neuere Untersuchungen scheinen nahe zu legen: nicht nur die Kirchen sind in der Krise, sondern der Gottesglaube insgesamt. Befinden wir uns in einer Zeit der Gottesdämmerung? Oder kann man das Bild der Dämmerung auch anders verstehen, dass sich nur eine bestimmte Gestalt kirchlicher Religiosität zunehmend auflöst? Kann die gegenwärtige Gottesdämmerung auch eine Morgendämmerung sein, eine Übergangszeit, in der neue Formen lebendiger Spiritualität entstehen? Andreas und Thorsten erzählen aus ihrer religiösen Lebensreise, sie diskutieren die aktuellen Entwicklungen und denken über neue Erfahrungen mit Gott nach.

Ausgebetet

Ausgebetet

56m 57s

Zu dieser Folge brauchte es eine gehörige Portion Mut und viel Liebe. Sarah Eichele-Eschmann spricht mit Andreas darüber, wie es sich anfühlt, mit Beten aufzuhören. Die beiden wühlen sich durch die biografischen und theologischen Schwierigkeiten, die entstehen können, wenn man zu einem personalen Gott betet. Was sind die guten Gründe, nicht (mehr) zu beten, wie lebt es sich ohne? Was hält eine post-christliche Atheistin von atheistischem Gebet? Zu hören, wie eine Frau, die ausgebetet hat, verbunden bleibt mit hochreligiösen Menschen, die eifrig weiterbeten, das ist berührend.

Einheit der Christenheit?! 50 Jahre Leuenberger Konkordie

Einheit der Christenheit?! 50 Jahre Leuenberger Konkordie

69m 30s

Was vor 50 Jahren auf dem Leuenberg bei Basel geschafft wurde, zählt heute zu den bedeutendsten Ereignissen der jüngeren Christentumsgeschichte. Nach 450 Jahren Spaltung ist es den reformatorischen Kirchen in Europa gelungen, ihre Lehrgegensätze zu überwinden und Kirchengemeinschaft zu werden. Andreas und Thorsten blicken zurück und fragen: was hat die entscheidenden theologischen Durchbrüche damals möglich gemacht? Und was können wir in heutigen Spannungen in der Christenheit davon lernen?

«Gott erhört mein Gebet» … schön wär’s

«Gott erhört mein Gebet» … schön wär’s

51m 12s

Wohl alle, die beten, haben es schon zigmal erlebt: Die geäusserte Bitte bleibt unerhört! Zusammen mit Christiane Tietz, Professorin für Systematische Theologie in Zürich, stellt sich Andreas den schwerwiegenden Gebetsenttäuschungen. Beide verzichten darauf, erklären zu wollen, warum Gott viele Bitten nicht erhört. Stattdessen versuchen sie neu zu verstehen, was passiert, wenn ein Mensch sagt: «Gott hat mein Gebet erhört!» Es geht um die Entdeckung, dass Gott sich von unserer Not berühren lässt und für uns sorgt, in welcher Form auch immer.

500 Jahre Zwinglis Reformation in Zürich

500 Jahre Zwinglis Reformation in Zürich

65m 45s

Welche Bedeutung haben Glauben und Theologie der Zürcher Reformation für uns heute? Mit den Disputationen in Zürich 1523 setzt sich Zwinglis Reformation an der Limmat endgültig durch. Andreas und Thorsten blicken zurück auf die damaligen Auseinandersetzungen und fragen sich: Was ist das unverwechselbare Profil von Ulrich Zwingli? Welche seiner Einsichten sind bis heute inspirierend und tragfähig? Kann sich die ganze Vielfalt der heutigen Zürcher Kirche noch auf ihn berufen? Und wo müssen wir heute anders und neu glauben und denken?

Die Vermessung des Betens

Die Vermessung des Betens

60m 27s

Kann man Religiosität messen, und wenn ja, wie steht es um die Praxis des Gebets? In dieser Folge spricht Andreas mit Stefan Huber, Professor für empirische Religionsforschung an der Uni Bern. Beide wenden sich dem Phänomen zu, dass traditionell verfasste und lehrmässig bestimmte Formen des Betens abnehmen, während individualisierte Formen von Spiritualität zuzunehmen scheinen? Befinden wir uns mitten in einer Verflüssigung des Religiösen, gar einer religiösen Revolution? Für die Kirchen bieten sich dabei neue Chancen. Sie brauchen den spirituellen Wildwuchs nicht abzumähen, sondern können Räume und Zeiten gestalten, in denen religiöse Erfahrungen ermöglicht und gemeinsam interpretiert werden.

Francis Schaeffer und der Fundamentalismus

Francis Schaeffer und der Fundamentalismus

68m 46s

Der amerikanische Theologe Francis Schaeffer gehört zu den einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Büchern, Vorträgen und Filmen trug er wesentlich dazu bei, dass es im letzten Dritten des 20. Jahrhundert zu einem Aufschwung fundamentalistischer Theologie und zur Entstehung der christlichen Rechten in den USA kam. Wesentliche Voraussetzung für Schaeffers Wirkungskraft waren seine Erfahrungen in der Schweiz. Im Tagungszentrum L’Abri betrieb er jahrzehntelang einen Begegnungsort, wo Menschen mit ihren Fragen und Zweifeln, Süchten und Sehnsüchten liebevoll wahrgenommen und mit einer radikalen Gestalt der christlichen Botschaft konfrontiert worden sind.

Die Kraft religiöser Erfahrungen

Die Kraft religiöser Erfahrungen

63m 22s

In ihrem Buch «Religious Experience and its Transformational Power» zieht Sabrina Müller Bilanz langjähriger empirischer Forschung: Welche Bedeutung haben religiöse Erfahrungen für den Glauben vieler Menschen? Wie werden sie von den Menschen selbst gedeutet und welche verändernde Kraft haben sie für das persönliche Leben? Und wie kann die Theologie lernen, die gelebte Theologie der Menschen heute ernst zu nehmen, von ihr zu lernen und mit ihr ins Gespräch zu kommen?

Mit dieser Sonderfolge von Geist.Zeit werfen wir zugleich einen ersten Blick auf ein künftiges Schwerpunktthema von Fokus Theologie: «Spirituell leben und beten».

Liberale Theologie

Liberale Theologie

67m 4s

In der 12. Folge von Geist.Zeit halten Andreas und Thorsten bei der Liberalen Theologie an. In der Schweiz setzten sich liberale Theologen im 19. Jahrhundert erfolgreich dafür ein, dass es in den Reformierten Kirchen keine verpflichtenden Bekenntnisse mehr gibt; anders als z.B. in Deutschland. Zugleich schieden sich an diesem Ansatz immer schon die Geister. Manchen gilt heute die Universitätstheologie insgesamt als liberal – und darum gefährlich für den Glauben. Andere hingegen bedauern, dass es gegenwärtig kaum noch eine Liberale Theologie gibt, die die Kirchen herausfordert und Menschen inspiriert. Hat die Liberale Theologie vielleicht ihre beste Zeit schon hinter sich? Oder...